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Der heilige Gott in Jesus Christus – G.K.Holderer

Der heilige Gott in Jesus Christus
~ G.K. Holderer – Februar 2016

Lesen wir zunächst im Evangelium Johannes, ab Kapitel 1 Vers 1:
“Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. (weiter ab V.14) Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater.” 

Hier wird uns mitgeteilt, dass das Wort Gott selbst ist und Fleisch annahm im Menschen Jesus. Dadurch sehen wir die Herrlichkeit Gottes im Sohn, der ins Fleisch eingeboren wurde. Was bedeutet das für uns Menschen? Der sichtbare Mensch Jesus ist der Sohn Gottes. Dazu muss man auch seine Seele zählen, denn diese musste er zusammen mit seinem Fleisch seinem innewohnenden Geist untertan machen. Dies wird als die Wiedergeburt im Geist beschrieben. Und der Geist in Jesus? Dies ist Gott selbst, wie es beim Apostel Johannes deutlich gesagt wird. Der Mensch Jesus erreichte diesen Zusammenschluss der Seele mit seinem Geist, also die Wiedergeburt, bevor er mit seiner Lehre begann.

Jesus war als sichtbarer Mensch der Gottes- und Menschensohn, aber sein Geist war viel mehr, nämlich der heilige Gott selbst. Gott konnte ja unmöglich in seiner Allmacht als Schöpfer zur Erde kommen, das hätte kein Mensch überlebt, sondern er kam in seiner Liebe als Vater, umkleidet als der Mensch Jesus.

Durch seinen Kreuzestod wurde zusätzlich zur Seele auch sein Körper vergeistigt. Dies erkennen wir unter anderem in der Begegnung der Maria Magdalena direkt am Auferstehungstag. Vor ihr stand der vergeistigte himmliche Vater, den sie nicht anfassen durfte. Im geistigen Reich ist alles Geist, da gibt es keine Materie mehr. Gott hat sich durch sein Leben als Mensch auf der Erde einen für uns sichtbaren Geistkörper geschaffen, der uns den himmlichen Vater stets sichtbar macht. Er hat sich viele Male nach seiner Auferstehung bis zu seiner Himmelfahrt in diesem Geistkörper gezeigt. Wir können es auch so ausdrücken: der ehemalige Menschensohn Jesus ist durch seinen innewohnenden Gottesgeist zu unserem sichtbaren heiligen himmlichen Vater geworden.

Betrachten wir dazu das Glaubensbekenntnis: “ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn … aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten des allmächtigen Vaters…”. Wir erkennen aus der heiligen Schrift, dass der auferstandene Jesus und Gott identisch sind. Wie kann er dann neben sich selbst sitzen? Haben hier die alten Kirchenväter den Text nicht gut verstanden oder warum haben sie Gott dreigeteilt angegeben? “Gott hat den Menschen nach seinem Vorbild erschaffen”! Der Mensch ist eine Einheit. Da kann Gott doch keine ‘dreigeteilte Einheit’ sein!

Im Glaubensbekenntnis wird zum heiligen Geist nichts weiter gesagt. Hier darf man wiederholen, dass Gott Geist ist. Auch hier erkennen wir: er ist ein einiger Gott, aber kein dreigeteilter Gott. An einen Gott als himmlichen Vater kann ich Vertrauen haben, ich kann mich an ihn wenden, ohne nachdenken zu müssen, welchen der Drei ich fragend anbeten soll.

Erlösung durch Jesus bringt Pfingsten – G.K. Holderer

Erlösung durch Jesus bringt Pfingsten
– G.K. Holderer –

Die Erlösung von den Sünden, die Jesus für uns Menschen vollbracht hat, führt sicherlich für viele von uns zu Fragen. Diese wollen wir betrachten. Hier soll auch direkt darauf hingewiesen werden, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Erlösung und Pfingsten. Aber zuerst zur Erlösung.
Gott hat uns seine sieben Wesensarten oder Eigenschaften genannt und diese sind: Liebe – Weisheit – Wille = Ordnung = Ernst- Geduld – Barmherzigkeit.
Ordnung steht in der Mitte der Eigenschaften. Auf ihr ist alles, was durch Gott geschaffen wird, aufgebaut. Sie steht daher bewusst im Zentrum. Die drei Eigenschaften, die links von der Ordnung stehen, gehören den schöpferischen Tätigkeiten an, wobei die Liebe die Leitung hat. Die drei rechts von der Ordnung stehenden Eigenschaften bewaren die erschaffenen Lebewesen durch ihre aufbauenden Kräfte. Über den sieben Wesensarten wacht die Heiligkeit Gottes. Sie steht über allem.
Als die ersten Engel durch Gott und da unter der Initiative der Liebe erschaffen wurden, gab es noch keine Materie. Alles war Geist – oder deutlicher gesagt Geistkörper – genau wie Gott auch Geist ist. Satana, auch Luzifer genannt, war ein Großengel, der unter der Leitung Gottes ebenfalls Geschöpfe ins Leben rufen durfte. Aber hier nähern wir uns der ersten Ursünde, die durch Luzifer begangen wurde. Er trennte sich von Gott, um eine selbstständige Gottheit zu sein ohne dabei zu bedenken, dass alle Lebenskraft von Gott ausgeht. Ohne Seine Lebensenergie musste Luzifer auf Sicht gesehen sterben. Aber Gott hatte Erbarmen mit ihm und allen, die mit ihm abtrünnig wurden. Er schuf die Materie um allen die Gelegenheit zu geben in dieser Materie durch ein zeitlich begrenztes Probeleben ihre verkehrten Auffassungen zu erkennen, Liebe zu Gott zu finden und diese anzunehmen. Zu der von Gott geschaffenen Materie gehören alle Sonnen und Planeten. Wir, auf unserem kleinen Planeten Erde, haben einen besonderen Vorzug vor allen anderen Sonnen.
Nach einer langen Zeit des Aufbaus der materiellen Erde konnten schliesslich auf ihr Menschen ihr Leben beginnen. Ohne jetzt auf Tiere und ‘Vormenschen’ einzugehen, waren Adam und Eva diejenigen, die den Weg der Rückkehr der durch Luzifer Gefallenen in einem Leben auf Erden begonnen. Sie erhielten das Paradies als Lebensbasis. Dies bedeutet, dass sie eine besonders enge und starke innere Verbindung mit der Liebe Gottes hatten. Denn diese – die Liebe – hatte alles ‘ausserhalb’ Gottes befindliche Leben erschaffen und war daher auch verantwortlich für einen guten Ablauf. Kein durch Gott erschaffenes Leben durfte zu Tode kommen. Die Liebe setzte sich ab jetzt als Vater von den Menschen ein. Darum sind bzw. werden die Menschen Kinder der göttlichen Liebe, vom heiligen Gott!
Adam und Eva hatten eine Aufgabe erhalten, nämlich gehorsam zu sein entsprechend der göttlichen Ordnung. Erst nach ihrer Festigkeit in der Ordnung wollte und konnte Gott sie segnen auf dass sie dann auf ewig keine Sünde mehr begehen konnten. Aber Adam und Eva wurden vor der Zeit ungehorsam; sie konnten nicht gesegnet werden. Das war die zweite Ursünde. Die Folgen davon waren, dass alle Nachkommen diese Ungehorsamkeit erbten! Aus dieser Ungehorsamkeit entstanden alle Varianten der schlechten Eigenschaften wie Hochmut, Egoismus, Machtverlangen und vieles mehr. Wir sehen dies täglich in unserer Umgebung, was die offensichtlich ‘kleine’ Ungehorsamkeit für Folgen hatte.
Die Liebe in Gott war sich bewusst, dass diese Menschen so nicht in den Himmel des göttlichen Reiches zurückkehren konnten, weil sie noch immer unrein waren. Dazu kam, dass die Heiligkeit Gottes ihrer Liebe den Auftrag gab, entweder alles Leben zu retten – wir erinnern uns der vielen Milliarden die mit Luzifer zusammen abtrünnig wurden – oder alles zu vernichten und zurück zu kehren in den Schoß der Gottheit, so dass der Urzustand in der Gottheit zurückkäme.
Die Gottesliebe wusste die richtige Lösung: sie selbst musste auf die Erde um zu beweisen, dass ein sauberes Leben in der Materie stattfinden konnte. Und das tat dann auch die Liebe! Sie begonn im Menschen Jesus ihr Leben auf unserer Erde um als erste Luzifer zu beweisen dass er einen verlorenen Kampf gegen Gott stritt.
Körper und Seele von Jesus waren gleich wie bei allen Menschen, während in ihm der göttliche Geist lebte. Aber dieser war eingeschlossen, so dass der Mensch Jesus (der Menschensohn) genau wie wir hart kämpfen musste, um nicht den Verlangen von Körper und Seele zu unterliegen. Durch sich streng an die göttliche Ordnung und die Liebe zu halten, erreichte er im Alter von 30 Jahren die Wiedergeburt der Seele im Geist. Das bedeutete, dass seine Seele vollkomen eins war mit dem göttlichen Geist in ihm. Nun begonn Jesus die Menschen zu lehren, dass Gott nicht nur Schöpfer und Herr sondern in seiner Liebe und Barmherzigkeit auch Vater sei.
Aber damit war seine Aufgabe noch nicht zu Ende. Es war nicht genug, dass seine Seele sich für immer mit dem Gottesgeist verbündete, denn auch der Körper musste dem Geist untergeordnet sein. Solange ein Mensch auf Erden lebt, wird er durch die äusseren Einflüsse des Erdenlebens und der körperlichen Verlangen gestört und diese arbeiten gegen seine geistige Überzeugung. Jesus wusste, dass er nur durch eine komplette Demütigung seines Körpers hierüber Herr werden konnte.
Er nahm den qualvollen Tod am Kreuz auf sich um auch diesen Teil der Aufgabe in seiner Liebe zu Gott zu vollbringen. Im Garten Gethsemane, kurz vor seiner Gefangennahme, trennte sich der Gottesgeist vom Menschen Jesus, damit dieser allein den Tod am Kreuz und damit die Erlösung der Menschen vollbringen konnte. Die wiedergeborene Seele von Jesus wurde im Gebet gestärkt und nahm die Marter an. Direkt nach seinem Dahinscheiden kehrte der Gottesgeist in ihn zurück. Jesus hatte die Aufgabe der göttlichen Liebe und Weisheit vollbracht, Seele und Körper waren vergeistigt und so konnte er sich schon nach zwei Tagen als der Auferstandene in seinem Geistkörper sehen lassen. Die Heiligkeit Gottes war besänftigt und verband sich wieder mit ihrer Liebe und Weisheit, die diese Aufgabe im Menschen Jesus auf sich genommen hatten um zu beweisen, dass alles erschaffene Leben weiter fortbestehen wird.
Durch sein vollkommenes Lebens öffnete Jesus die Pforten des Himmels und baute die Brücke dorthin. Während die zu Beginn genannten Ursünden besiegt und vergeben wurden, leiden wir selbst noch immer an ihrem Erbe. Unsere täglich begangene Sünden werden wohl auch vergeben, aber wir müssen zuerst dafür sorgen, dass wir unsere Fehler einsehen und nicht wieder ausführen wollen. Dann ergreift die Barmherzigkeit des himmlichen Vaters unsere Sünden und wir sind davon befreit.
Um uns eine bessere Erkenntnis zu geben um den richtigen Weg zum Himmel einzuschlagen, hat Jesus uns die folgenden Worte gegeben, die wir anwenden sollen: “liebe Gott über alles und deinen Nächsten so wie dich selbst!” Bleibt aber die Liebe des Menschen auf materielle und körperliche Leidenschaften gerichtet, dann geht er nach seinem Tod in eine artgleiche Umgebung seiner verkehrten Liebe. Das ist der Zustand, den wir Hölle nennen. Um von dort zurück zu kehren und den Weg zum Himmel zu finden, wird sehr, sehr lange dauern.
Hier auf der Erde leben wir in einer Situation von gut und böse. Während in der Zeit bis Jesus alle Menschen fehlerhaft lebten und nicht in den Himmel aufgenommen werden konnten, hat Jesus den möglichen Lebenserfolg für den Menschen auf der Erde nicht nur verbessert sondern sogar vervollkommnet. Das sagt nun nicht, dass wir von allem Bösen befreit sind, im Gegenteil, Luzifer kämpft mit allen Mitteln gegen die offene Himmelstür.
Jesus hatte vor seinem Tod den Jüngern einen Tröster zugesagt, der nach seiner sichtbaren Abwesenheit Hilfe geben würde. Dieser Tröster kam dann auch an Pfingsten in Form des heiligen Geistes. Er durchströmte die Jünger und Freunde Jesu. Sie waren dadurch wiedergeboren im Geist und sie konnten die Lehre Jesu, welche die göttliche Lehre ist, in aller Reinheit weitergeben. Seit dieser Zeit empfängt jeder Neugeborene einen Anteil des erlösenden Pfingstgeistes. Das gibt uns Kraft und macht uns bereit für den Kampf mit allen negativen Verlangen und Wünschen. Das Böse muss rausgworfen werden und das geschieht keinesfalls auf friedliche Weise. Dies ist vergleichbar mit einem neuen Wein, der gären und brausen muss, bevor er sauber und rein ist. Aber wie sollten wir sonst selbstständige Kinder des himmlichen Vaters werden, der doch der ewige, heilige Gott ist!
Erst muss der Mensch begreifen, warum er auf der Erde lebt, dann wird er das Gotteswort lesen und danach handeln. Dardurch verlangt sein ich, die Seele, nach dem Geist, der mit Freude bei allen zukünftigen Entscheidungen mithelfen wird. Die Entscheidungen selbst bleiben im Ermessen der Freiheit des Einzelnen den rechten oder den linken Weg einzuschlagen.
So wie die Jünger innerlich die Kenntnisse empfingen um ihre Mitmenschen zu lehren, so ist das auch heute noch. Jesus sagte, dass viele berufen sind, aber nur wenige sind auserkoren. Diese Auserkorenen haben in ihrem Herzen eine feste Verbindung mittels ihres Geistes zum himmlichen Vater. Er gibt ihnen Trost und tiefe Lehren um sie an die Mitmenschen weiter zu geben. Dies sind die aktuellen Mittel um den Gärungsprozess zu beschleunigen. Zuerst muss der ‘Wein’ reif sein, dann erst kann Jesus sichtbar zur Erde zurückkommen.

Erlösung durch Jesus Christus – G.K. Holderer

Erlösung durch Jesus Christus  –  G.K.Holderer

Zu dieser Überschrift gehört noch ein Untertitel: ‘Vom Menschen Jesus zum himmlichen Vater Jesus Jehova.’ Dieser Untertitel beschreibt, was gleichzeitig mit der Erlösung von uns Menschen durch Jesus Christus geschieht. Bevor wir auf das Thema näher eingehen, müssen wir zunächst die Begriffe “Mensch Jesus” und “Jesus Jehova” etwas erläutern um zu verstehen, welche Unterschiede bei diesen Namen bestehen.

Der Mensch Jesus ist geboren von einer jungen Frau, nämlich Maria und er hat somit einen normalen Körper wie alle Menschen. Seine Seele ist ebenfalls wie bei nahezu allen Menschen aus der Naturseelenentwicklung hervorgegangen. Sie hat damit auch die negativen Eigenschaften, die durch den Fall Luzifers hervorgerufen wurden. Darum wird in der Bibel Jesus öfter mit Menschensohn bezeichnet. Er ist wie wir alle ein Mensch. Nun kommt aber ein wesentlicher Unterschied. Während bis zum Zeitpunkt der Geburt Jesu alle Menschen seit Adam einen von Gott gegebenen reinen Geist – nicht mit Verstand zu verwechseln – erhalten haben, ist in Jesus der göttliche Geist selbst.

Die Bezeichnung Jesus Jehova wird vielleicht weniger häufig benutzt, aber sie bezeichnet den für uns sichtbaren himmlichen Vater. Jehova ist Gott und das schon immer. Bis zur Zeit von Jesus auf Erden war er in seinem Gotteszentrum für uns Menschen unsichtbar. Durch die Auferstehung, die in Verbindung mit der vollständigen Einigung des vergeistigten Menschen Jesus mit dem in ihm wohnenden Gottesgeist steht, wurde Gott für alle Menschen sichtbar im “ehemaligen” Menschen Jesus. Er ist unser alleiniger, sichtbarer Gott, unser himmlicher Vater Jesus Jehova.

Als Kleinkind können wir Jesus wie jedes andere Kind betrachten, aber es gab in dieser Lebensphase viele Gelegenheiten, in denen der göttliche Geist durch das Kleinkind sprach und handelte. Wir werden in der “Jugend Jesu” von Jakob Lorber darüber unterrichtet.  Er lehrte in dieser Zeit seinen Ziehvater Josef, dessen Söhne und natürlich seine Mutter Maria, dass er der erwartete Messias, der Christus, sei, ja dass der in ihm wohnende Geist Gott selbst sei. Es ist wohl verständlich, dass seine Familie nicht so richtig mit dieser Tatsache umgehen konnte.

Von Beginn an fühlte der Mensch Jesus einen sehr starken Drang von und zu seinem göttlichen Geist. Dies drängte ihn dazu die Einsamkeit aufzusuchen, um dort in langen Meditation seine Seele näher zu seinem Geist zu bringen. Parallel arbeitete er als Zimmermann zusammen mit Josef und dessen Söhnen. Wie anfangs erwähnt war seine Seele, wie bei fast allen Menschen, durch den Ursündenfall Luzifers mit niederen Verlangen und Eigenschaften befleckt. Diese mussten bekämpft und in reine Liebe verändert werden. Dazu dienten die Meditationen und Gebete in der Einsamkeit, aber es war auch die ausübende Ausstrahlung und Weitergabe der Liebe während seiner Zimmermanns-Tätigkeit vonnöten. Diese inneren Bemühungen zur Vereinigung seiner Seele mit dem göttlichen Geist in ihm dauerte bis zu seinem 30. Lebensjahr. Dann war die Wiedergeburt seiner Seele mit dem göttlichen Geist eine Tatsache geworden.

Dies war die Basis um seine Lehrtätigkeit zu beginnen. Jetzt konnte der Gottesgeist im Menschen Jesus voll wirksam werden. Das wichtigste war die Lehre der Liebe, die in seiner Zeit wie auch noch heute so sehr vernachlässigt wird. Unser Leben hängt von der Liebe ab. Dabei ist nicht nur das Leben auf der Erde gemeint, sondern vor allem das nach dem körperlichen Tod geborene Leben in der geistigen Welt. Nicht umsonst fielen immer wieder die göttlichen Worte: “Habe Gott über alles lieb und deinen Nächsten so wie dich selbst!” Der Mensch Jesus, der sich völlig mit dem Gottesgeist vereinigte, konnte daher die Lehre durch sogenannte Wunder ergänzen, um seinen Zuhörern zu beweisen, wie mächtig seine Lehre der göttlichen Liebe ist.  Ich nenne dies “sogenannte”, weil der göttlichen Geist allmächtig ist, was dem normalen Erdenbürger Rätsel aufgibt.

Die Zeit des Lehrens ging nach circa drei Jahren zu Ende. Dann kam die wichtigste Aufgabe für den Menschen Jesus. Er war sich bewusst, dass ursprünglich der erste geistige Mensch – Adam – die Aufgabe hatte, in Gehorsamheit zur göttlichen Ordnung zu leben. Dazu hatte er ständigen Kontakt zu Gott und war der Herr über die materielle Erde. Hätte er es geschafft seiner Aufgabe gerecht zu werden, wären keine negativen Eigenschaften an seine Kinder, Enkel und letztendlich an uns weitergegeben worden. Unser Leben auf der Erde hätte heute einen ganz anderen Charakter. Aber Adam wurde schwach und so war es nötig, dass Gott selbst diese Aufgabe in Verbindung mit einem Menschen – und das war Jesus – auf sich nahm.

Geist ist ewig, aber die Materie hat nur eine kurze Lebensdauer. Die in der Materie und in der Seele steckende Bosheit und gegen das Leben gerichtete Falschheit musste besiegt werden, wollte je ein Mensch rein werden um in die Arme Gottes, unserem himmlichen Vater, zurückkehren zu können. Diese Reinigung und damit der Sieg über die Falschheit konnte nur erreicht werden, wenn sowohl die Seele als auch der materielle Körper in völliger Demut dem Geist Gehorsam leisteten. Die Wiedergeburt seiner Seele im Geist war der erste Schritt dieser Demütigung. Diese hatte der Menschensohn Jesus vor Beginn seiner Lehrzeit erreicht.

Aber sein Körper war noch nicht soweit. Auch dieser musste voll Demut Gott gehorsam sein. Die fleischlichen Verlangen im Körper von Jesus mussten der Liebe und Ordnung Gottes untertan werden. Dies konnte nur durch Erniedrigung des Körpers erfolgen. Das bedeutete die freiwillige Annahme von Marter und einen gewaltsamen Tod. Ein langes Leben auf Erden hätte die materiellen Verlangen des Körpers immer wieder aufkommen lassen, was keine vollständige Demut des Körpers gewesen wäre.

Im Garten Getsemaneh kämpfte der Mensch Jesus, der für seinen letzten Aufgabe vom göttlichen Geist allein gelassen wurde, mit sich und der Angst des bevorstehenden Todes am Kreuz. Seine wiedergeborene Seele hat dann den Ausschlag gegeben und die Demütigung des Fleisches durch den Kreuzestod angenommen. Die Aufgabe der Demütigung musste ja der Mensch vollbringen, nicht Gott!  Daher hatte sich Gott für dieses so wichtige Ziel zurückgezogen. Unmittelbar mit dem Verscheiden am Kreuz kehrte der Gottesgeist in Jesus zurück und verband sich für ewig mit seiner Seele.

Jesus hat als Mensch die Rückkehr von uns allen zu Gott in den Himmel wieder ermöglicht. Er ist durch den in ihm wohnenden Gottesgeist der sichtbare himmliche Vater mit Namen Jesus Jehova! Wir alle werden ihm eines Tages mit Freuden und Bewunderung gegenüberstehen. Durch den Geist an Pfingsten, den zunächst seine Jünger und danach alle Neugeborene ins Herz gelegt bekommen haben und noch stets erhalten, hat uns Jesus ein Stück seines erlösenden Geistes gegeben, der uns den Weg zurück zum himmlichen Vater leichter finden lässt. Durch diesen Geist haben wir seine ununterbrochene Hilfe auf unserem beschwerlichen Weg das himmliche Ziel zu erreichen. Es versteht sich von selbst, dass er nicht unsere persönliche Sünden weggenommen hat, da müssen wir selbst an uns arbeiten, aber die Brücke zum Himmel ist gebaut und steht offen und sein Erlösergeist hilft uns dabei sie zu überqueren.

Gott hat in der Haushaltung Gottes, Band 1, selbst dazu Stellung genommen: ” Die Pforten des Himmals stehen euch offen und so ihr wollt, könnt ihr hinein und da das Angesicht eures heiligen Vaters schauen, der Ich es bin, der ewige Gott Jehova. Das könnt ihr tun vermöge des lebendigen Wortes, welches ist Jesus Christus, die ewige Liebe und Weisheit in Mir, woraus alles Gute und Wahre fließt.”

 

 

 

 

Der Bund mit der Liebe – G.K. Holderer

Es soll direkt offengelegt werden – wir sprechen über den Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Was ist dies für ein Bund und was schliesst er ein? In jedem Fall ist er besonders wichtig, weil dieser Bund das Leben des Menschen auf der Erde und später im geistigen Reich beeinflusst.

Alle Menschen stammen von Gott ab! Alle Menschen sind geistig erschaffen, weil Gott selbst Geist ist. Gott ist allmächtig und ist durch seine sieben Wesensarten in sich vollkommen ausgeglichen. Seine Wesensart Liebe ist der Ausgangspunkt für die Schöpfung von uns Menschen. Wohl sind Weisheit und Ordnung ebenfalls von großer Wichtigkeit, aber wir wollen jetzt bei der Liebe bleiben. Gottes Liebe hat den Menschen erschaffen und das zeigt uns an, dass wir in unserem Inneren, unserem Geist, ebenfalls Liebe sind. Das heisst, dass wir nicht nur Liebe besitzen, sondern dass wir echte Liebe sind! Gott ist der Schöpfer von den Menschen, mit anderen Worten – er ist unser Vater. Ist es darum nicht logisch, dass wir seine Kinder sind?! Der Bund zwischen dem himmlischen Vater und seinen Kindern ist die Liebe.

Hier steigt die Frage auf, warum wir Kinder so anders sind als unser Vater im Himmel? Sind wir tatsächlich anders als der Vater? Wie bereits gesagt, ist Gott Geist und wir sind das auch, zumindest gilt dies für das geistige Reich, das auf das Erdenleben folgt.

Das Leben auf der Erde in seinem materiellen Aufbau ist eine Zwischenphase für den Mensch, die notwendig ist um unsere verkehrten Ansichten verändern zu können und das auf eine relativ rasche Weise. Fast alle Menschen stammen von den mit Luzifer gefallenen Engeln ab. Durch dessen Hochmut und Eigenliebe wurden die guten göttlichen Eigenschaften auch bei den Nachkommen Luzifers und seinem Anhang negativ verändert. Ohne Eingreifen des himmlichen Vaters würden Luzifer mit seinem gesamten Anhang durch die Trennung vom Bund der Liebe des Schöpfers in den Tod übergehen. Aber Gott will und kann keines seiner Geschöpfe in den ewigen Tod laufen lassen. Deshalb hat er die materielle Welt erschaffen um allen Abtrünnigen Gelegenheit zu geben, die wahren und guten Eigenschaften wieder anzunehmen, die nötig sind um im Himmel zu sein oder dahin zurückzukehren. Die Rettung für diese Abtrünnigen ist somit die materielle Welt. Hier erhält jeder die Möglichkeit,  seine verkehrten Ansichten zu begreifen und an die Liebe des himmlichen Vaters anzupassen.

Wir sind auch Liebe, aber wo ist diese Liebe? Die Liebe ist so kostbar, dass unser innerer Geist, der diese Liebe ist, verschlossen gehalten wird aus Vorsorge vor den unreinen Gedanken und Wünschen des Menschen. Wir haben trotzdem alle Möglichkeiten um uns selbst kennen zu lernen durch Erlebnisse oder durch Lesen von göttlichen Informationen, um unsere Wesensart zu verändern entsprechend den guten Eigenschaften wie Liebe, Geduld und Barmherzigkeit. So geschieht die Umkehr in den Bund mit dem himmlichen Vater, dem Bund der Liebe. Die Anpassung an die göttliche Liebe macht den ursprünglich aus Vorsorge einge-schlossenen Geist frei, so dass er mitarbeiten kann am Wachstum der menschlichen Liebe zu Gott.

In der Haushaltung, Band 2, durch Jakob Lorber aufgeschrieben, steht in Kapitel 85 das volgende: “Für denjenigen, der im Bund bleibt, bin ich ein Vater und er ist mein Kind; und wer immer diesem Bund beitritt, dem soll die wahre Kindschaft zu Teil werden. Aber wer sich von dem Bund trennt, der trennt sich auch von mir und während der Zeit, in der er getrennt verbleibt von diesem heiligen Bund, wird er die Kindschaft verlieren.”

Hier lesen wir, dass Gott als unser himmlicher Vater alles unternimmt um allen Menschen die Kindschaft zu geben. Aber das kann nicht mittels seiner Allmacht durchgeführt werden. Das hätte er von Beginn der Schöpfung an tun können. Dann wären wir Roboter, die alles ausführen würden, was Er will. Das ist es aber nicht, was Gott geplant hat. Wir, seine Geschöpfe, sollen begreifen, dass wir freiwillig einsehen können, dass Gott für uns der Vater ist und sollen auf dieser Erkenntnis aufbauen und handeln. Die Willensstärke beim Menschen ist vielfach schwach, aber wenn wir den himmlichen Vater bitten um mit seinem starken Willen zu helfen, dann geschieht das auch. Wohl ist es nötig, dass wir uns mit seiner Liebe verbinden, was nicht nur unsere Liebe zu Gott sondern auch zum Nächsten einschließt.

Wenn wir uns lösen von seinem Bund, dann wird dies meist schon hier in unserem Erdenleben geschehen und der negative Zustand der Seele, der dadurch entsteht, wird nach dem Ablegen unseres materiellen Körpers mitgenommen werden ins geistige Reich bzw. Leben. So wie die Lebensweise des Menschen auf Erden war, so wird es dort auch zu Beginn sein. Das sagt aus, dass Gott niemand zu verurteilen braucht, weil jeder entsprechend seiner gearteten Liebe in den Bereich gehen will, der dieser Liebe gleicht. Ist die Liebe auf negative Dinge gerichtet, wie Machtstreben, Eigenliebe, körperliche Gelüsten oder ähnliches, dann bedeutet dies das Verlassen des göttlichen Bundes und jener Mensch wählt für sich die Hölle.

Kommt jedoch zu einer späteren Zeit eine bessere Einsicht zum Bewusstsein, dann erhält man Hilfe von Engeln, die den Weg zurück in den Bund der Liebe aufzeigen. Es ist wichtig zu wissen, dass Gott auch in der Hölle pure Liebe ist. Jeder, der es möchte, wird vom himmlichen Vater als ein verlorener Sohn anerkannt und wieder aufgenommen.

Menschen, die bereits hier auf Erden zur Einsicht kommen, dass Liebe das wichtigste im Leben ist und dementsprechend leben, werden durch ihre Schutzengel gestärkt. Nach ihrer Ankunft im geistigen Reich beginnt der Weg zum Himmel, der in Abhängigkeit vom einzelnen Menschen kürzer oder länger sein kann. Mit Sicherheit sind diese Menschen schon voller Freude und ihre Liebe wird ständig steigen. Liebe ist das Leben selbst! Je mehr Liebe, desto stärker und seliger fühlt sich der Mensch. Aber im Gegenteil, das ist wenn zu wenig oder keine göttliche Liebe vorhanden ist, befindet sich der Mensch in Dunkelheit und nahe dem ewigen Tod.

Gott, das ist unser sichtbarer Vater Jesus, ist die reinste Liebe, die niemand richten wird, jedoch jeden selig machen will. Aber der Mensch muss das auch wollen und Gottes Liebe folgen. Gott zwingt niemanden in seinem Leben auf Erden und noch weniger in der geistigen Welt. Deshalb empfängt jeder das, was er wählt!

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Das Gebet – G.K. Holderer

Das Gebet 
G.K.Holderer, Januar 2014

Wenn wir ein Kreuzworträtsel anschauen, dann finden wir manchmal die Frage: ‘Anrufung von Gott’! Als Antwort muss man ‘Gebet’ eintragen. Ist eine Anrufung von Gott mit Gebet gleich zu setzen, denn Anrufung hört sich nach einem einseitigen Monolog an, bei dem lediglich der Mensch einen Hilferuf zu Gott schickt? Dazu müssen wir das Wort ‘Gebet” näher untersuchen.
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Die Flut der Liebe – G.K. Holderer

Die Flut der Liebe

– G.K.Holderer, Dezember 2013 –

Der Ausdruck ‘Flut der Liebe’ erinnert ein wenig an das Wort ‘die Sündflut’, wobei Liebe und Sünde selbstverständlich das Gegenteil voneinander sind. Die Sündflut ist zweifellos durch das schlechte Leben der damaligen Menschen hervorgerufen worden. Hochmut und Herrschsucht beherrschte die Menschen. Dies führte schliesslich zur selbst verursachten Katastrofe. Wasser war der äussere Anlass, es überflutete alles Land.

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Von Ewigkeit zu Ewigkeit – G.K. Holderer


Von Ewigkeit zu Ewigkeit
– G.K. Holderer –

1. Ursprung
Was ist Ewigkeit? Die Definition dieses Wortes ist nicht so schwierig, dafür ist das Verständnis um so schwieriger. Ewigkeit ist ein Zeitablauf, die keinen Anfang hat und endlos weitergeht! Als Mensch mit dem uns gegebenen begrenzten Verstand kann man sich den “Beginn” der Ewigkeit nicht vorstellen, während man eine Fortdauer der Zeit schon eher begreifen kann. Da taucht natürlich die Frage auf, wie man die augenblickliche Zeit in Beziehung zur Ewigkeit einzuordnen hat.

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Unterschied von Mensch und Engel – G.K. Holderer

Unterschied von Mensch und Engel
– G.K.Holderer – 2012 –

Zunächst fällt auf, dass ein Mensch auf der Erde lebt und ein Engel im Himmel bzw. Im geistigen Reich. Dann muss es wohl auch einige eingreifende Unterschiede geben. Und das ist auch so. Menschen leben aber nicht nur auf der Erde, sondern sie sind auf allen Sonnen und Planeten zuhause. Nach ihrem Leben im materiellen Bereich, setzen sie ihr Leben im geistigen Reich fort. Engel und da sprechen wir von den urgeschaffenen Engeln haben ihren Lebensbereich im Himmel.
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Kind sein – G.K. Holderer

Kind sein
– G. K. Holderer –

Im Neuen Testament wird einige Male darüber geschrieben, dass Jesus Kinder lieb hat. Das trifft für sein normale Leben auf der Erde zu, gilt aber auch im übertragenen Sinn für die ganze Menschheit in Beziehung zu Gott. Jesus lehrte dazu den Jüngern und damit auch uns allen das Gebet “Unser Vater”. Auch da sehen wir wieder, dass er großen Wert darauf legte, dass wir Menschen in Gott nicht einen strengen Herrscher sehen sollen, sondern einen liebevollen Vater. Obwohl in jedem Gottesdienst dieses Gebet Bestand hat, nehmen wir das kaum an und leben keinesfalls danach, ja unsere Pfarrer und Priester legen immer noch Wert darauf, dass Gott der allmächtige Herr ist, der uns eines Tages beurteilen, aber wahrscheinlich sogar verurteilen wird.
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